06.03.2009 Weinverkostung in Döllerer´s Enoteca

Wie schon in den vergangenen Jahren war der große, lange Tisch in Döllerer´s Enoteca wieder bis auf den letzten Platz gefüllt, als uns Hermann Döllerer zur Degustation von Sauvignon Blanc & Cabernet aus aller Welt, begleitet von einem Menü von Andreas Döllerer, ganz herzlich begrüßte.

An diesem Abend sollten zwei berühmte Rebsorten, nämlich bei den Weißen, Sauvignon Blanc und den Roten Cabernet aus den verschiedensten Regionen dieser Welt miteinander verglichen werden.

Bereits der Aperitif, ein uns noch nicht bekannter Champagne Lallier Premier Cuvee Selection versprach schon einen interessanten Abend.

Der erste Flight der Weißen, ein 2008er Two Oceans Sauvignon Blanc, Südafrika, ein 2007er Sauvignon, Giovanni Dri, Friaul, und ein 2007er Sauvignon Blanc Federspiel, Weingut Högl, Wachau, gaben den Auftakt für einen interessanten Vergleich, den beim "ersten Schluck" der Österreicher und der Südafrikaner für sich buchen konnten. Dazu servierte Andreas Döllerer Petersilienzander mit Rahmgurken, ein Traum von einem Zander, gewälzt in frischer Petersilie. Hier wurde nun der Unterschied deutlich, was es heißt, einen Wein für sich alleine zu genießen, oder aber ihn mit dem passenden Essen zu kombinieren, in diesem Fall waren sich alle Freunde einig, dass nun der Friauler von Giovanni Dri eindeutig die „Nase“ vorne hatte.

Der zweite weiße Flight sollte uns die "schwerere Variante" des Sauvignon Blanc´s näher bringen, ein 2007er Grassnitzberg von Tement, Südsteiermark, ein 2007er Sancerre Vieulles Vignes, Domaine Fournier, Loire und ein 2007er Sauvignon Blanc, Cloudy Bay aus Neuseeland. Dazu wurde ein Huchen mit Garam Marsala, getrockneten Paradeisern und Galgant serviert, ein herrliches Stück Donausaibling mit einer ungewöhnlichen asiatischen Würznote, die zu Begeisterungsstürme der Freunde führte. Schnell war man sich einig, dass zu diesem "wuchtigen" Fischgericht der Neuseeländer, aber auch der südsteierische Sauvignon Blanc   die Kraft dieses Gerichtes gut vertragen konnten.

Nach einem ausgiebigen Fototermin (siehe beiliegendes Gruppenfoto) widmete man sich dem ersten roten Flight, einem 2005er Cabernet Sauvignon Tribute, Caliterra aus Chile, 2006er Cabernet Sauvignon von Reinisch aus der Thermenregion und einem 2004er Cabernet Sauvignon  Penfolds aus Australien, dazu ein Schopf  vom Tauernlamm mit Saubohnen und süßem Pimeton (spanisches geräuchertes Paprikagewürz) mit einer wunderbaren Lammsoße, die keinen Wunsch offen lies. Hier gefiel der österreichische Vertreter aus der Thermenregion, aber auch der Chilene passte perfekt zu diesem intensiven Schopf-Lamm Geschmack.

Der vierte Flight, gemeinsam mit Käsespezialitäten aus der Region, einem 2000er Chateau Potensac, Bordeaux, einem  2000er San Leonardo, Tenuta San Leonardo, Trentin und einem  2003er Cabernet Sauvignon Barrel Select von Fetzer, Kalifornien boten einen würdigen Abschluss dieser umfangreichen Weindegustation bester Cabernet Sauvignon´s.  Sieger dieses Flight´s war eindeutig der 2000er San Leonardo, ein wuchtiger, aber runder und  intensiver Cabernet Sauvignon.

Zum Abschluss, ein 2003er Sauvignon Blanc Zieregg Eiswein von Tement in Kombination mit einer Mischung von der Ananas mit Nougat und Topfen, das eine geschmackliche Traumkonstellation bot.

Die überaus tüchtige Weinakademikerin  Elfriede Wielander begleitete uns durch den Abend in perfekter Weise. Sie verstand es, charmant und sachkundig in aller Kürze die wesentlichen Besonderheiten der jeweiligen Weine vorzustellen und ein sachkundiges Urteil zu liefern.

Den beiliegenden Fotos kann man die gute Stimmung dieses Abends entnehmen, ein Abend mit viel Spass und intensiven Diskussionen.

Zum Abschluss dankte Echanson National, Max Schneider dem Team Elfriede Wielander und Andreas Döllerer und bestätigte in seiner kurzen Laudatio, dass Hermann Döllerer es stets vermag, den Freunden des Ordre Mondial ungewöhnliche Weinverkostungen darzubieten.

In seinen Dankesworten  versprach Hermann Döllerer, im kommenden Jahr uns eine völlig neue Art der Weinverkostung vorzustellen, ohne uns aber das Geheimnis verraten zu wollen.

Schon heute freuen wir uns auf das kommende Experiment.

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