23.04.2010 Ordre Mondial: Nachlese zur Burgenland-Weinreise 2009

Dégustation-Dinér

„Eine Reise ins Burgenland“

23. April 2010 im Restaurant Alt Salzburg, Salzburg


Der Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs veranstaltete im Oktober letzten Jahres eine dreitägige Weinreise ins schöne Burgenland mit dem Besuch bekannter Winzer, wie zum Beispiel Umathum, Schloss Halbturn,  Meinklang, Szigeti oder Esterhazy. Auch unsere Profi-Mitglieder, allseits bekannt, Gerlinde und Hans Kögl vom Alt Salzburg waren damals mit von der Partie und so wurde bei bester Laune während der Rückfahrt im Bus die Idee geboren, anlässlich der schönen Stunden eine Nachlese in ihrem Restaurant zu veranstalten.

Gerlinde Kögl ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit unserem Confrere Andreas Ritzberger, Weinhändler und Sommelier, die besten Winzer aus dem Burgenland einzuladen, Hans Kögl versprach ein typisch burgenländisch-ungarisches Menü zu kredenzen.

Unser Bailli des Burgenlandes, Peter Szigeti, dessen Sektkellerei-Besuch mit ein Highlight der Reise war, spendete schon einmal jeweils eine Magnum Grüner Veltliner Brut und einen ungewöhnlichen Frizzante Muskat Bleu, zum Aperitif.

Das restlos ausgebucht Restaurant mit 48 Freunden des Ordre Mondials, allen voran unserer Bailli Delegue, Mag. Herbert Steiner waren wieder einmal überrascht, mit welcher Professionalität auch solche  "Massen" von dem Ehepaar Kögl auf charmanteste  Art und Weise bewältigt werden.

Der Gruß aus der Küche war als Überraschung schon eine kleine Vorspeise, die typisch perfekte Gänsestopfleber Terrine von Hans Kögl, gepaart mit einer wunderbaren, doch ungewöhnlichen trockenen Beerenauslese 2006 Greiner aus der gemeinsamen Arbeit von Kracher und Hildegard Schröck aus Rust und Ilmitz.
Es folgte der burgenländische Fisch-Klassiker, ein Medaillon vom Fogosch auf weißen und grünen Spargel mit einer intensiven Soße vom pannonischen Safran, deren Felder wir anlässlich der Reise besucht hatten. Dazu passte idealtypisch ein 2009er Furmint von Heidi Schröck als trockener "Fischwein", ein wuchtiger 2008er Graupert Grauburgunder vom Weingut Meinklang (anlässlich der Reise besucht) und ein wunderbar cremiger  2007er Darscho Chardonnay, von Heinz Velich.

Nun folgte die ungarische Variante vom Lamm, ein Lamm-Pörkölt mit Tarhonya (Graupen ähnliche Teigware) wozu ein 2008er Zweigelt von Josef Umathum (anlässlich der Reise besucht), ein 2007er Siglos Pinot Noir von Albert Gesellmann und ein wunderbar intensiver und doch geschmeidiger 2007er Szapary Blaufränkisch von Uwe Schiefer passten. Das feine Lammfleisch mit dem graupenähnlichen Teig in wunderbarer Lammsoße harmonierten bestens  zu den kräftigen Roten.

Der kulinarische Höhepunkt aus dem Burgenland war aber ein Filet vom Seewinkler Steppenrind mit frischen Kräutern, Wurzelgemüse und Polenta. Hans Kögl zeigte sich stolz, ein Filet des echten Steppenrindes aus dem Burgenland beschafft zu haben, leicht angebraten, in Nieder-Temperaturmethode innen gleichmäßig rosa und anschließend intensiv in frischen Kräutern gewendet; ein Hochgenuss für jeden, der bestes Fleisch zu schätzen weiß. Alle drei Weine harmonierten vorzüglich zu dem intensiven Fleischgeschmack, ein 2008er Maestro von Silvia Heinrich, ein 2007er Pannobile von Hans Nittnaus und ein traumhafter 2005er Imperial vom Schloss Halbturn (anlässlich der Reise besucht), die allesamt die Spitze der burgenländischen Roten darstellen.

Den Abschluss bildete ein ungewöhnlicher Strudel, ein „süßer“ Erdäpfelstrudel mit Rhabarber und Weinschaum, gepaart mit einem 2008er Eiswein GV von Zantho, einer 2006er Beerenauslese von Martin Haider und ein kräftiger 2008er Eiswein Blaufränkisch vom Gut Esterhazy ( anlässlich der Reise besucht).

Zum Desert servierte uns Gerlinde Kögl einen Welsch Riesling Sekt  von unserem allseits geschätzten Peter Szigeti.

Aus beiliegenden Fotos kann man die gute Stimmung dieses Abends entnehmen, die an vielen Stellen an die gut gelungene Reise ins Burgenland erinnerte. Gerlinde Kögl und Andreas Ritzberger war es erneut gelungen, kurz und bündig die jeweiligen typischen Charaktereigenschaften der Weine zu erläutern.

Abschließend dankte Echanson Nat. Max Schneider dem Team rund um das Ehepaar Kögl, die es wie immer verstanden, die Freunde des Ordre Mondials sowohl mit den Weinen als auch den Speisen zu begeistern.

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