14.-16.10. 2011 OMGD Weinreise in die Wachau

Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs
Bericht zur Weinreise in die Wachau
von 14. bis 16. Oktober 2011


Die 3. Weinreise des Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs vom 14. bis 16. Oktober 2011 in die  schöne Wachau begann nach einer zweistündigen Busfahrt mit einem typischen Gabel-Frühstück (kleines Gulasch mit Gebäck) im Gasthaus Post, direkt unterhalb des Klosters Melk gelegen. 46 Teilnehmer freuten sich über das schöne Herbstwetter, das uns der Wettergott dieses Mal bescherte.

Die Busfahrt führte entlang der schönen Donau unmittelbar zum ersten Winzerbesuch - Donabaum in einem Seitental von Spitz gelegen. Der junge Winzer Donabaum führte uns in die steilen Weinberge und erläuterte seine Lagen und Rebsorten detailliert.  Eine  anschließende Verkostung der besten Gewächse zeigte das große Potenzial dieses aufstrebenden Weinbetriebes. Sicher wird man von ihm in Zukunft noch vieles hören, wurde er doch anlässlich der Riesling Weltmeisterschaft 2007 in London mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Eine kurze Fahrt brachte uns ins angrenzende Wösendorf, zur Brennerei und Destillerie Wieser, in der nicht nur edle Destillate gebrannt, sondern auch wunderbare Marmeladen und andere Süßigkeiten hergestellt werden. Das Ehepaar Wieser verblüffte mit der Vielseitigkeit seiner Produktpalette höchster Qualität, die von allen Teilnehmern intensiv „geprüft“ wurden.

Schon leicht beschwingt erreichte man anschließend das Hotel Kirchenwirt in Weißenkirchen und bezog die im Ort in mehreren Gebäuden gelegenen Zimmer.

In einem Kellergewölbe aus dem 14. Jahrhundert genossen wir ein rustikales Menü mit den Spezialitäten aus der Region, gepaart mit besten Wachauer Weinen, vorgestellt und erläutert  von Sommelier Martin Wicke,  der uns Wein und Winzer mit seinen Detailkenntnissen näher brachte.

Am folgenden Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, wurde das älteste Weinhaus Österreichs, der Nikolaihof im nahe gelegenen Mautern besucht. Im Innenhof des historischen Gebäudes erläuterten uns Mutter und Sohn Saahs, die Besitzer, die Geschichte des Hauses, das schon von den Römern zur Erzeugung von Wein genutzt wurde.  Der Besuch des ältesten Weinkellers, erbaut von den Römern, und eine anschließende Verkostung überzeugten alle von der hohen Qualität dieser Weine, die ausschließlich nach biodynamischen Grundsätzen erzeugt werden. Ein anschließendes Mittagessen mit Wachauer Spezialitäten im Kaminzimmer vertiefte das Erlebnis rund um dieses außergewöhnliche Weingut.

Im Anschluss ging es gemütlich zurück ins Hotel, einige Teilnehmer nutzten die freien Stunden zur Wanderung in die Weinberge des Ortes, um gegen 19.00 Uhr zum Haus Jamek aufzubrechen.

Frau Altmann, Tochter des Weinpioniers und Doyen der Wachau Josef Jamek,  und ihr Gatte begrüßten uns mit einem Jamek Sekt und einem Junker 2011. In den hübschen Räumen genossen wir ein exzellentes Gala-Diner: das Beste vom Wildschwein mit Quittenchutney, Hechtnockerl mit Petersilie-Soße, Kalbsrücken mit Eierschwammerl und hausgemachten Nudeln; und zum Abschluss Mohnnudeln mit Marillenröster. Wie am Vorabend erläutere uns Sommelier Martin Wicke die besten Weine des Hauses, unter anderem einen Freiheit Riesling Smaragd von 1997 ! und einem Ried Klaus Riesling Smaragd aus 1994, Doppelmagnum, die trotz oder wegen ihres hohen Alters ein Weißwein-Genuss ganz besonderer Art waren.

Der Dank ging an das Ehepaar Altmann, die uns nicht nur vorzüglich bewirtet hatten sondern auch bereit waren, ihre größten Schätze aus dem umfangreichen Weinkeller anzubieten;  ein unvergesslicher Abend in diesem, weit über die Grenzen des Landes hinaus, berühmten Hause Jamek.

Am folgenden Morgen stiegen die Teilnehmer in Weißenkirchen auf das luxuriöse Donauschiff MS Austria, um in einer zweistündigen Fahrt nach Melk zu gelangen. Selbst am Schiff hatte es sich Helmut Ponstingl nicht nehmen lassen, uns mit kleinen Spezialitäten und einer weiteren Weinverkostung zu überraschen.

Gegen 14:00 Uhr  kam man bestens gelaunt bei herrlichen Sonnenschein in Melk an, womit unsere dritte Weinreise zu Ende ging.

Die Teilnehmer dankten den Organisatoren Helmut Ponstingl und Max Schneider für die Vorbereitungen und perfekte Durchführung der gelungenen Reise. 

Chaîne des Rôtisseurs Bailliage d'Autriche 2017