13.06.2015 Dejeuner Amical im Restaurant Vincent, Wien

Samstag, 13. Juni 2015

 

Déjeuner Amical im Restaurant Vincent, Wien

 

Die Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs Bailliage de Vienne konnte ein Finale Furioso im Restaurant Vincent am 13.06.2015 feiern.

 

Wir wurden alle vom plötzlichen Ende dieses Michelin Stern Restaurants überrascht und somit bildete das Déjeuner Amical sozusagen den Höhepunkt und letzten Vorhang.

 

Natürlich war die Veranstaltung ausgebucht und dürfen wir ob dieser widrigen Umstände der weißen und schwarzen Brigade unseren größten Respekt und unsere Hochachtung aussprechen.

 

Das Entrée bildete ein Champagner aus dem Hause Pierre Gimonnet & Fils, Jahrgang 2006, welcher begeistert aufgenommen wurde. Das Amuse Geule in Form eines in Starkbier und Gewürzen gebeizten Filets vom Ochsen auf Petersiliencreme bildete den perfekten Einstieg in unser Déjeuner.

 

 

 

 

Den ersten Höhepunkt stellte eine Gänseleber mit weißer Schokolade an Erdbeergazpacho dar und zeichnete sich diese durch eine perfekte Harmonie von Geschmack und optischem Erscheinungsbild aus. Gerne wurde zu dieser Gaumenfreude nochmals Champagner genommen.

 

 

 

 

Zu einem nicht nur geschmacklichen, sondern auch optischen Highlight geriet der Bretonische Hummer mit „Frau Bach`s Tomatenvielfalt“ auf einem Krustentiergelée. Vor allem die Konsistenz und Dichte dieses Gelées wusste alle zu begeistern.

 

 

 

Der dazu gereichte Riesling Loibenberg vom Weingut Knoll, Jahrgang 2010 musste Wissenden nicht weiter erklärt werden.

 

Der perfekt gegarte Steinbutt aus der Bretagne, in einem Bett aus Buttersauce an Spinat, öffnete die Türe in den kulinarischen Himmel. Nicht vergessen wollen wir den dazu gereichten Lauch, die alte Karotte und den perfekt zubereiteten Kohlrabi.

 

 

 

 

Korrespondierend hierzu wurde ein absoluter Topwein, der Sauvignon Blanc Zieregg, Jahrgang 2009 vom Weingut Tement aus der Magnum kredenzt. Ein allseits zu vernehmendes Wohlbefinden unserer Genussgesellschaft drang selbstverständlich bis in die Küche. 


 

Um Platz und Raum für die nächsten Genüsse zu schaffen, kam als Zwischengang nun das perfekt zubereitete Hollersorbet an kleinen Baiserkügelchen und Krokant.

  

 

Groß war die Erwartung auf das danach gereichte Filet vom Ochsen an Sellerietarte und wollen wir besonders die gefüllten Roscoffzwiebel erwähnen, welche zum perfekten Geschmackserlebnis beitrugen. Der kleine Hauch von Blutampfer tat das seine, diesen kulinarischen Höhepunkt zu bewirken.

 


  

 

Eigentlich konnte man beim Wein ja nicht mehr steigern, doch es gelang.  Ein Genesis vom Weingut Pöckl, Jahrgang 2011 wurde aus der Doppelmagnum ausgeschenkt und reihum gerne mehrmals genommen.

 

 

Natürlich durfte ein süßer Abschluss nicht fehlen und müssen wir dem Pâtissier, Philipp Eder, großen Respekt zollen, da er die Wiener Pâtisserie-Kunst in Form einer Interpretation des Kaiserschmarrens darbot, welcher mit einem Hauch von Vanille- und Rumeis sowie einer Créme Double gereicht wurde. 

  

 

Als weiteren süßen Höhepunkt durften wir uns am sogenannten „Angriff auf die Sachertorte“ erfreuen. Dieser Angriff bestand aus zweierlei Schokolade und leicht gesalzenem Karamell. Ein Hauch von Obers-Karamelleis vervollständigte dieses Gericht, welches durch Luftigkeit und Geschmacksvielfalt überzeugte.

 

     

 

Als ob wir nicht schon genug der Genüsse hatten, wurde zu diesem Gericht ein Pineau des Charentes gereicht, der auch dem Champagner aus dem Hause Comtes de Dampierre seinen besonderen Charakter verleiht. Die andächtige Stille verriet die Bewunderung für diese außergewöhnliche Spezialität.

 

 

 

Zum Abschluss vervollständigten dreierlei Käse aus dem Kamptal von der Käserei Gruber diese Hommage an Lukullus. Gerne wurde dazu nochmals der Genesis vom Weingut Pöckl genommen.

 

 

 

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Mit großer Wehmut schritten wir zur Laudatio und musste mancher der Protagonisten eine kleine Träne verdrücken. Besonders wollen wir auch der schwarzen Brigade huldigen, welche sich durch besondere Aufmerksamkeit und Omnipräsenz auszeichnete. 

 

Selbstverständlich erlauben wir uns, die Hauptprotagonisten dieses Nachmittags namentlich zu würdigen:

 

Chef de Cuisine, Herr Alexander Mayer (Inhaber eines Michelin Sterns) und Oberkellner, Sommelier Herr Mario Raaber wollen wir von ganzem Herzen ein neues und erfolgreiches Aufgabengebiet wünschen und werden wir selbstverständlich den Werdegang beider verfolgen, um wieder, wo es auch immer sei, ein Déjeuner Amical oder Dîner Amical im Rahmen der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs Bailliage de Vienne zu genießen.

 

Ein Ende stellt ja auch immer einen Anfang dar und halten wir es mit dem Phönix und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit beiden Herren.

 

Natürlich wurde zum Abschluss noch der Ehrenteller für besondere gastronomische Leistungen im Rahmen der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs  an beide Herren übergeben und verließen wir ein wenig wehmütig, aber sehr glücklich, diese hohe Stätte der lukullischen und bacchantischen Vielfalt.

 

 

 

Chaîne des Rôtisseurs Bailliage d'Autriche 2017